Praxisklassen
Die Praxisklassen sind Angebote der Jugendsozialarbeit die an Haupt- und Berufsschulen verortet sind. Das Ziel ist es, die Schüler*innen nach dem Schulabschluss direkt in eine Ausbildung oder anknüpfende Bildungsmöglichkeit zu vermitteln. Die Praxisklassen stehen Schüler*innen aller allgemeinbildenden Schulformen offen, welche die Versetzung nach Klasse 9 bzw. Klasse 10 erreicht haben und noch schulpflichtig sind.
In den Praxisklassen unterstützen je eine Lehrkraft und eine pädagogische Fachkraft max. 20 Schüler*innen als Tandem-Lehrteam auf dem Weg zu ihrem Schulabschluss und einer Ausbildungsstelle. Der eigene Willen von Schüler*innen ihre Fähigkeiten zu entwickeln und sich für eigene Ziele einzusetzen, ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Anmeldungen erfolgen über die jeweiligen Sekretariate der Schulen, Informationen geben auch die jeweiligen Ansprechpartner*innen.
Ziele
Ziel der Praxisklassen ist es, Jugendlichen gute Übergangsmöglichkeiten von der Schule in den Beruf anzubieten und einen Schulabschluss sowie anschließenden Ausbildungsplatz durch Unterstützungsangebote sicherzustellen (z. B. Nachhilfeangebote, engmaschige Unterstützung durch pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte, Berufsorientierungsveranstaltungen, das Sammeln berufspraktischer Erfahrungen durch Praktika).
Praxisklassen an Hauptschulen
An der Grund- und Hauptschule Pestalozzistraße wird die Praxisklasse zweijährig angeboten. In der 9ten Klasse bietet die Schule in Zusammenarbeit mit Berufsbildenden Schulen in Braunschweig ein halbes Jahr lang den sogenannten Praxistag an. Hierbei werden in den Berufsschulen verschiedene Arbeitsbereiche zum Kennenlernen praktisch vermittelt. Im zweiten Halbjahr der 9ten Klasse werden einmal wöchentlich Projekttage veranstaltet. An den Projekttagen wird der Bewerbungsprozess gemeinsam geübt oder Betriebsbesichtigungen veranstaltet. Zudem werden an den einzelnen Projekttagen Sozialkompetenzen geübt.
Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, ihre vorhandenen Fähigkeiten zu reflektieren sowie eigene Stärken zu entdecken, um im späteren Leben selbstsicher Aufgaben meistern zu können. Der reguläre Schulunterricht findet in der 9ten Klasse daher weiter parallel an den restlichen vier Tagen der Woche statt.
In der 10ten Klasse wird ein Betriebspraktikum absolviert. Dieses verteilt sich über ein halbes Jahr und wird an zwei Tagen pro Woche wahrgenommen. An den restlichen drei Wochentagen findet regulärer Schulunterricht statt.
An der Hauptschule Sophienstraße wird die Praxisklasse einjährig in der 10ten Klasse angeboten. Die Jugendlichen erhalten regulären Schulunterricht. Zusätzlich wird Nachhilfeunterricht und Bewerbungstraining angeboten. Den praktischen Anteil bildet das zweimonatige Praktikum, welches die
Jugendlichen in zwei Betrieben ihrer Wahl, jeweils einen Monat lang in Vollzeit durchführen. Das Praktikum ist verpflichtend und soll überwiegend in Wirtschaftsunternehmen mit der Perspektive auf einen anschließenden Ausbildungsplatz stattfinden.
Praxisklassen an Berufsbildenden Schulen
Die Praxisklassen an den Berufsbildenden Schulen werden an der Johannes-Selenka-Schule und der Helene-Engelbrecht-Schule angeboten. Hier können sich Schüler*innen anmelden, die ihre Schulpflicht schon erfüllt haben und sich in der Berufseinstiegsklasse der Berufsschulen befinden.
Ziel der Praxisklassen an berufsbildenden Schulen ist die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung der Sprachkompetenz und die damit verbundene Erhöhung der Chancen der Schüler*innen auf eine Berufsausbildung. Die Praxisklasse BBS bietet eine berufsbezogene Sprachförderung an, wobei die Jugendlichen bei Bedarf auch außerhalb der Schule unterstützt werden.
Praxisklasse Berufsbildende Schulen: Johannes-Selenka-Schule, Helene-Engelbrecht-Schule
- Das Angebot ist in die jeweiligen Schulen und deren Regelunterricht integriert.
- Die Praxisklasse ist ein reguläres schulisches Angebot.
- Sie umfasst Schüler*innen, die ihre Schulpflicht erfüllt, jedoch durch Sprachbarrieren keinen Schulabschluss erworben haben. Zudem Schüler*innen, die sich in einer Berufsausbildung befinden und ihre Sprachkompetenz verbessern wollen und die Berufsausbildung (besser) bestehen zu können.
- Die Praxisklasse kann von Schüler*innen belegt werden, die sich in einer betrieblichen Ausbildung, im Berufsvorbereitungsjahr, der Berufsfachschule, der Berufseinstiegklasse oder der zweijährigen Berufsfachschule als Pflegeassistenz befinden.
- Die Auswahl erfolgt durch die Schulleitungen und Ansprechpartner*innen der VHS. Die Anmeldungen erfolgen über die jeweiligen Sekretariate der Schulen.
- Die Praxisklasse ermöglicht den Erfolg der jeweiligen Beschulungsform.
- Neben schulformtypischen Inhalten bietet das Angebot berufsbezogene Sprachförderung, Akquise von Praktikumsplätzen, Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Beschaffung eines Ausbil-dungsplatzes, Übergang in ein Arbeitsverhältnis, Beratung sowie enge Begleitung und außerschulische Unterstützung.
| Anmeldung | Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Sekretariate der Schulen, Informationen geben auch die jeweiligen Ansprechpartner*innen. |
Praxisklassen
praxisklasse@vhs-braunschweig.de

Astrid
Kasper
Abteilungsleiterin Arbeitsmarktprojekte und Jugendbereich
Praxisklasse Berufsbildende Schulen
praxisklasse@vhs-braunschweig.de

Hanna
Lüdtke
Päd. Mitarbeiterin
Praxisklasse Pestalozzistraße
praxisklasse@vhs-braunschweig.de
Praxisklasse Sophienstraße
praxisklasse@vhs-braunschweig.de

Analena
Östreich
Päd. Mitarbeiterin
Kooperation
Das „Theaterpädagogische Zentrum für Braunschweig und die Region“ ist in Kooperation mit den Praxisklassen und bietet jährlich ein Projekt für Schüler*innen an Regelschulen an. Damit sollen die Kompetenzen der Schüler*innen für das Berufsleben gestärkt, sowie ihre eigenen Stärken gefestigt werden.
Dieses Projekt wird gefördert durch:



